Das Jahr 2009 war wieder so schön!
Auf die Frage: "Was machen DIE eigentlich?", muss Heiner Harwege, der sich um alles kümmert, berichten.
Das Frühjahr startete vierzehn Tage früher, als wir es gewohnt waren, mit sommerlichen Temperaturen im März und April. Die Nachfröste, die von uns gefürchtet sind, blieben aus. Das Ergrünen der Laubgewächse nahm einen raschen Verlauf, ungewöhnlich. Die Obstblühte konnte unbeschadet, von Frost und Regen, von den Bienen angeflogen werden. Es war die reinste Freude, zuerst die Hummeln zu beobachten und dann die Bienen ! Sie hatten den Winter gut überstanden und sorgten für die Bestäubung.
Alles wird gut ! Das Motto für dieses Jahr, gewinnt an Gestalt.
Das mit der Erdbeerernte, war so. Wir ernten ohne polnische Erntehelfer. Die ständigen Mitarbeiter und Familienangehörigen erledigen die Arbeiten zusätzlich kommen freiwillige Helfer ( Wwoofer ) und Schülerpraktikanten dazu. Nun die Wwoofer blieben uns fern. Die angemeldeten Schüler kamen. Als sie merkten, das Erdbeerpflücken kein Spass ist, änderte sich einiges. Zuerst die Klagen, mein Rücken tut weh, dann es ist so langweilig, es ist so heiss. Nach den ersten Tagen stellten sie ihre Tätigkeit ein und verweigerten weitere Erntearbeiten. In diesen Fällen greift wieder das Familienmodell. Alles was sich bewegt und älter als 6 Jahre ist, pflückt Erdbeeren, bis die Sonne untergeht. Im Juni ist das gegen 22.oo Uhr. Nach einem 15 Stunden Arbeitstag, freut sich der mündige Pflücker dann auf ein Gläschen Rotwein, bei scheidender Sonne. Die Geschichte nimmt seinen Fortgang. Zeitgleich ist die Pflanzung und Kulturführung für unsere heiss- geliebten Tomaten zu erledigen. Wir setzen auf die Sorte Red Devel, eine Tomate die zwar klein ist, aber sehr süß und fruchtig im Geschmack. Das große Foliengewächshaus 600 m² ist der richtige Ort. 50 meter lang, 4 meter hoch, mit einer Doppelfolie als abschließende Haut. Durch die Schneelasten im letzten Winter kam es zu Beschädigungen im Dachbereich, so das es bei Regen, an vielen Stellen durchregnete. Das war im Nachhinein nicht so schlimm, denn den Sommer über regnete ja nicht. Die, unsere Beregnung für den Gemüseanbau war ständig im Einsatz. Das vorherrschende Mittelmeerklima , jeden Tag Sonne, erforderte dieses. Im November haben wir dann für dieses Haus eine neue Folienbespannung bekommen. Dafür bekamen wir von der Firma eine Forderung von 5000 €, was bedeutet, das wir 1.800 kg Tomaten verkaufen müssen, um das zu bezahlen.